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THG-Quote 2026: Was Unternehmen mit E-Fahrzeugen realistisch erwarten können | directcar
E-Mobilität · Fuhrpark & Praxis

THG-Quote 2026: Was Unternehmen
mit E-Fahrzeugen realistisch erwarten können

Die THG-Quote ist gesunken – was ist noch drin? Dieser Ratgeber gibt eine ehrliche Einordnung für Fuhrparkverantwortliche: realistisch 50–150 €/Jahr je Fahrzeug, abhängig von Marktlage und Anbieter.

Realistische Zahlen statt Marketing-Versprechen
Preisverlauf 2022–2026 erklärt
Prozess & Fallstricke für Flottenverantwortliche
B2B-fokussiert: Flotten, KMU & RAC

Was ist die THG-Quote – und warum ist sie für Flottenunternehmen relevant?

Die Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) verpflichtet Kraftstoffanbieter, den CO₂-Ausstoß ihres Kraftstoffsortiments jährlich zu senken. Wer ein reines Elektrofahrzeug betreibt, erzeugt eine zertifizierte Strommenge, die als THG-Einsparung anrechenbar ist – und die sich verkaufen lässt.

§ 37a
BImSchG – gesetzliche Grundlage der THG-Quotenpflicht
1× / Jahr
Einreichung pro Fahrzeug und Kalenderjahr möglich
BEV only
Nur reine Elektrofahrzeuge sind quotenberechtigt (keine PHEV)
50–150 €
realistischer Erlös je Fahrzeug und Jahr in 2026
Nur reine Batterieelektrofahrzeuge (BEV) sind quotenberechtigt. Plug-in-Hybride (PHEV) sind ausgeschlossen, da sie auch fossilen Kraftstoff nutzen.

Vom Boom zum Bodenpreis: Der THG-Preisverlauf 2022–2026

Wer mit Zahlen aus dem Jahr 2022 plant, liegt heute deutlich daneben. Der Markt hat sich fundamental verändert – aus gutem Grund.

2022
Boom-Phase: Hohe Nachfrage, knappes Angebot
Die THG-Quote war neu und das Angebot an E-Fahrzeugen gering. Quotenhändler zahlten Spitzenpreise, um ihre Quota-Pflichten zu erfüllen. Privathalter und Flotten profitierten gleichermaßen.
300–400 € / Fahrzeug
2023
Marktkorrektur: Mehr E-Fahrzeuge, sinkende Preise
Massiver Anstieg der BEV-Zulassungen trifft auf stabile Quotenpflicht. Angebotsdruck senkt die Erlöse deutlich. Gleichzeitig sinkt der BAFA-Bonus auf null.
150–250 € / Fahrzeug
2024 / 2025
Konsolidierung: Markt stabilisiert sich auf niedrigerem Niveau
Viele Aggregatoren passen ihre Modelle an. Einige Anbieter garantieren Fixpreise, andere zahlen marktbasiert. Die Spanne wird größer – Vergleichen lohnt sich.
70–130 € / Fahrzeug
2026
Realistisches Niveau: Planbar, aber kein Hauptertrag
Die THG-Quote ist ein solider Zusatzertrag – kein Geschäftsmodell. Flottenverantwortliche sollten sie einplanen, aber nicht als Hauptargument für E-Mobilität verwenden.
50–150 € / Fahrzeug (je Anbieter)
⚠️ Anbieter, die 2026 noch mit 300+ € werben, arbeiten entweder mit veralteten Daten oder nutzen intransparente Modelle. Fragen Sie nach dem Nettoauszahlungsbetrag nach Provision.

Was Unternehmen 2026 realistisch erwarten können

Die Höhe des Erlöses hängt von drei Faktoren ab: dem aktuellen Marktpreis für THG-Zertifikate, dem Anbietermodell (Fixpreis vs. Marktpreis) und der Fahrzeuggröße (PKW vs. Nutzfahrzeug).

🔋

Orientierungswerte für Flottenverantwortliche 2026

PKW (BEV)
50–100 €
je Fahrzeug und Jahr – bei marktbasierter Auszahlung durch Aggregatoren
PKW mit Fixpreisgarantie
80–150 €
je nach Anbieter – Aufschlag für Planungssicherheit, teils mit Provision verrechnet
N1 / Nutzfahrzeug (BEV)
bis ~350 €
höhere Strommenge = höhere Anrechenbarkeit – lohnt sich besonders für E-Transporter-Flotten
📉

Marktbasiertes Modell

  • Erlös schwankt mit dem aktuellen THG-Marktpreis
  • Kein Planungspuffer – Jahresbetrag erst nach Abrechnung bekannt
  • Teils höherer Erlös bei günstigem Marktumfeld
  • Aggregator behält Provision – Nettoauszahlung prüfen
📋

Fixpreismodell

  • Garantierter Auszahlungsbetrag je Fahrzeug – planbar
  • Besser geeignet für Fuhrpark-Budgetplanung
  • Preis liegt meist leicht unter dem Marktmaximum
  • Für Flottenverantwortliche oft die bevorzugte Option
E-Fahrzeuge im Fuhrpark und THG-Quote noch nicht genutzt? directcar erklärt, welche Fahrzeuge aus dem Bestand quotenberechtigt sind.
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So funktioniert die THG-Quote für Unternehmensflotten

Der Prozess ist für einzelne Fahrzeuge einfach. Bei größeren Flotten lohnt es sich, einen strukturierten Ablauf mit einem Aggregator zu vereinbaren.

1

Fahrzeuge registrieren

Nachweis der BEV-Zulassung über Fahrzeugschein (Teil I) beim gewählten Aggregator einreichen. Einmal pro Fahrzeug und Kalenderjahr möglich.

2

Zertifikat ausstellen lassen

Der Aggregator meldet die Strommenge beim Umweltbundesamt an. Nach Bestätigung wird ein THG-Zertifikat ausgestellt und am Markt platziert.

3

Auszahlung erhalten

Nach dem Verkauf der Zertifikate erhalten Sie den vereinbarten Betrag – abzüglich der Aggregatorprovision. Laufzeit: typisch 4–12 Wochen ab Einreichung.

Worauf Flottenverantwortliche achten sollten

  • Nur ein Aggregator pro Fahrzeug und Kalenderjahr zulässig – Doppeleinreichung ist nicht möglich und wird abgelehnt
  • Stichtag ist das Einreichungsjahr: Einreichung im Dezember für das laufende Jahr, sonst verfällt der Anspruch
  • Bei Leasingfahrzeugen: Klären, wer quotenberechtigt ist – Leasinggeber oder Leasingnehmer (vertraglich geregelt)
  • Aggregator-Provision variiert stark (5–25 %) – Nettoauszahlung ist der relevante Vergleichswert
  • Für Fuhrparks mit 10+ Fahrzeugen: Rahmenvereinbarungen mit Aggregatoren prüfen

THG-Quote und 6-Monate-Leasing: Was gilt bei Bestandsfahrzeugen?

Bei kurzfristigen Leasingverträgen stellt sich die Frage der Quotenberechtigung konkret. Hier sind die wichtigsten Eckpunkte für directcar-Kunden.

📄

Vertragliche Klärung zuerst

Die Quotenberechtigung liegt beim im Fahrzeugschein eingetragenen Halter. Bei Leasing ist das typischerweise der Leasinggeber. Klären Sie vor Einreichung, wer berechtigt ist.

📆

Kurzlaufzeit und Quotenjahr

Die THG-Quote gilt pro Kalenderjahr – nicht pro Vertragslaufzeit. Bei einem 6-Monate-Leasing kann der Anspruch anteilig entstehen, die Einreichung aber an den Halter gebunden sein.

🔋

E-Fahrzeuge aus dem Bestand

Alle BEV im directcar-Bestand sind grundsätzlich quotenfähig. Ob und wie der Erlös aufgeteilt oder weitergegeben wird, ist Bestandteil der Vertragsvereinbarung.

🏢

Für RAC-Kunden relevant

Autovermieter mit E-Fahrzeugflotten können je nach Struktur erhebliche THG-Erlöse generieren – besonders bei N1-Fahrzeugen und größeren Flotten.

So nutzt directcar die THG-Quote für attraktive Konditionen

  • directcar ist Eigentümer aller Fahrzeuge im Bestand – und damit als Halter grundsätzlich quotenberechtigt
  • Die THG-Erlöse aus der Flotte werden nicht als separater Posten ausgewiesen, sondern direkt in die Kalkulation der Leasingraten eingerechnet
  • Kunden profitieren dadurch indirekt: Die THG-Quote ermöglicht es directcar, attraktivere Monatsraten für E-Fahrzeuge anzubieten, als es ohne diese Erlöse möglich wäre
  • Für den Leasingnehmer entsteht kein eigener THG-Anspruch – der Vorteil ist bereits in der Rate enthalten
Bei directcar-Leasingverträgen gilt: directcar als Fahrzeugeigentümer und Halter vereinnahmt die THG-Quote und gibt den wirtschaftlichen Vorteil über günstigere Raten an Kunden weiter.
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Häufige Fragen zur THG-Quote für Unternehmen 2026

Realistisch sind 2026 je nach Anbieter und Marktlage zwischen 50 und 150 € pro PKW und Jahr. Fixpreismodelle bieten Planungssicherheit, marktbasierte Modelle können bei günstigem Marktumfeld etwas höher ausfallen. Angaben über 200 € sollten kritisch hinterfragt werden.
Nein. Die THG-Quote ist ausschließlich für reine Batterieelektrofahrzeuge (BEV) zugänglich. PHEV sind ausgeschlossen, da sie auch fossile Kraftstoffe nutzen und damit nicht als emissionsfreie Stromverbraucher zertifiziert werden können.
Grundsätzlich der im Fahrzeugschein eingetragene Halter – bei Leasing also in der Regel der Leasinggeber. Manche Leasingverträge übertragen die Quotenberechtigung vertraglich auf den Leasingnehmer. Prüfen Sie Ihren Vertrag oder fragen Sie direkt bei Ihrem Leasinggeber nach.
Ja – der Prozess ist auch für Einzelfahrzeuge unkompliziert und dauert wenige Minuten. Bei 3–5 BEV im Fuhrpark sind 150–500 € jährlicher Zusatzertrag möglich. Der Aufwand ist gering, die Einreichung einmal jährlich. Ab 10+ Fahrzeugen lohnt sich ein strukturierter Prozess mit einem Aggregator.
N1-Fahrzeuge (leichte Nutzfahrzeuge bis 3,5 t) erhalten eine höhere Anrechenbarkeit, da ihnen ein größerer Stromverbrauch zugeschrieben wird. Das führt zu deutlich höheren THG-Erlösen – bis zu 350 € je Fahrzeug und Jahr sind realistisch. Für Handwerks- und Dienstleistungsflotten mit E-Transportern besonders attraktiv.
Die Einreichung muss im laufenden Kalenderjahr erfolgen – eine rückwirkende Einreichung für vergangene Jahre ist nicht möglich. Die meisten Aggregatoren schließen Einreichungen zum Jahresende (Dezember) ab. Wer die Frist verpasst, verliert den Anspruch für dieses Jahr.
⚠️ Alle Erlösangaben sind Orientierungswerte auf Basis der Marktlage April 2026. Tatsächliche Auszahlungen hängen vom Anbieter, der Marktentwicklung und dem Fahrzeugtyp ab. Keine Garantie für bestimmte Erlöshöhen.